Das Imkern funktioniert durch die Beachtung der Jahreszeiten und ist nicht nur in einer Form durchführbar. Es gibt etliche Variationen an Bienenbehausungen und dem jeweiligen Zubehör. Diese sollten einmal ausgewählt werden und für alle eigenen Bienenvölker gleichermaßen verwendet werden. So ist gesichert, dass die Verwendung von Wabenrähmchen, Absperrgittern, Futterversorgung und vielen weiteren Dingen untereinander erfolgen kann. Die Wahl der Maße und Kästen oder Körbe ist auch vom zukünftigen Standort abhängig und wie es am effizientesten ist, dort zu arbeiten. Die Frage ist, ob ich die Bienen von oben her oder von der Rückseite des Kastens nachgucken und an dem Volk arbeiten möchte oder ob ich gar einzelne Körbe nehme, die dann gedreht werden müssten, um an das Bienenvolk heranzukommen. Wichtig ist immer die Ausrichtung der Bienen nach Süden. Das Flugloch sollte nicht direkt dem Wind ausgesetzt sein und somit nicht zur Wetterseite stehen. Der Standort sollte eine Zufahrt haben, da die Honigräume an und abtransportiert werden bzw. auch aufgestockt werden müssen und die Jungvölker umzusetzen sind. Insbesondere ist dieser Aspekt für Wanderwagen wichtig und voab zu beachten. Die Wanderwagen lassen sich genauso variabel gestalten wie die Aufstellung der völker an festen Plätzen. Es bietet sich an, die Völker in einem geschlossenen Wagen einzubauen oder aber eine Anhängerplattform zu wählen und den Aufbau darauf zu gestalten. Beide Varianten ersparen das Auf- und Abladen der Bienenvölker, was Kraftaufwand einspart und die Bienen ruhiger hält. Zu beachten ist, dass Wanderwagen, die im Straßenverkehr zugelassen sind, baurechtlich nicht interessant sind. Fest ortsbezogene Wanderwagen werden baurechtlich jedoch einem Gebäude gleichgestellt.

Wie imkert man?

Das Bienenjahr beginnt im August, nach der Trachtzeit und die Volksstärke entscheidet mit über die Ernte im nächsten Jahr. Sehr starke Völker besetzen nun mehr als 30 Waben, die Brutanlage ist auf mehr als 10 Waben erstreckt. Starke Völker haben 25 bis 30 Waben und der Brutumfang begrenzt sich hier auf 8 bis 10 Waben. Bei schwachen Völkern halten die Bienen nur knapp 20 Waben besetzt, von denen die Brutausdehnung sich lediglich auf etwa 6 Waben verteilt. Sehr schwache Völker liegen darunter.Bei starken und sehr starken Völkern wird die Raumgröße auch der Größe des Volkes entsprechend angepasst. Diese Völker können ohne große Probleme zur Überwinterung vorbereitet werden. Bei den schwächeren Bienenvölkern ist zunächst der Grund für die Schwäche zu ermitteln. War ein Schwarmabgang die Ursache, so kann das Volk sich inzwischen stabilisiert haben, sofern die Brut auf vier bis sechs Waben ausgedehnt ist. Dieses ist dann vergleichbar mit einem Ableger oder Jungvolk und kann so zur Überwinterung vorbereitet werden. Stellt der Imker lückenhafte Brut oder eine schwache Legeleistung der Königin fest, muss eine Umweiselung (das Einsetzen einer neuen Königin) erfolgen und eventuell das Volk durch ein anderes oder einen Ableger verstärkt werden. Nur so kann die erforderliche Winterstärke erreicht werden und die Wintertraube überleben.
Völkern ohne Brut liegt meist eine Weisellosigkeit zugrunde. Die Bienen zeigen hier ein typisches Verhalten- sie sind sehr unruhig und brausen, versuchen durch das Aufstellen der Duftdrüse die fehlende Königin herbeizulocken.
Völker, die eine unbegattete Königin haben bzw. eine Königin, die noch nicht in Eiablage ist, brausen auch, jedoch nicht so heftig wie die Völker, bei denen die Königin fehlt. Das Brausen hält an, bis wieder eine größere Brutausdehnung vorhanden ist.
Nicht erhaltungswürdige, sehr schwache Völker werden aufgelöst. Die Bienen werden veranlasst Futter aufzunehmen und werden anschließend an einem 5 bis 10 Meter vom bisherigen Stellplatz gewählten Ort auf ein Tuch oder Brett abgefegt. Die Bienen fliegen an den vorher für sie gewöhnlichen Platz zurück und betteln sich infolge bei den Nachbarvölkern ein. Durch die volle Honigblase haben sie bessere Chancen in den anderen Völkern aufgenommen zu werden.
Der Wintersitz muss für das Bienenvok so gestaltet werden, dass die Überwinterung möglich ist. Bei Völkern deren Winterkugel in den unteren Bereich der Waben legen und darüber ihr Futter einlagern, sind besonders sicher zu überwintern. Sie entwickeln sich im Frühjahr bereits ohne die Unterstützung des Imkers.
Das Wintervolk besteht überwiegend aus Bienen, die im August und September schlüpfen. Nur wenige der Julibienen sind dann noch im Volk, hier handelt es sich nur um besonders starke Arbeiterinnen. Sofern sie keine Brutpflege wahrnehmen, bilden die August- und Septemberbienen den Kern des Wintervolkes. Sie werden aber durch später geschlüpfte Bienen noch ergänzt. Die Winterbienen müssen eine gute körperliche Verfassung aufweisen.

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