Der Bienenschwarm beginnt direkt mit dem Bau der Waben und macht das ca. 3 – 4 Wochen lang. Es ist wichtig, dass der Schwarm gut und kontinuierlich bauen kann. Die Bienen bauen aber nur, wenn es einen permanent ausreichend Futter gibt. Falls das Wetter nicht mitspielt und es mehrere Tage regnet oder kalt ist, können die Bienen kein Futter sammeln. Es ist daher sehr wichtig, dass in dem ersten Montat durchgehend ausreichend Zugefüttert wird, damit die Bienen auch wirklich ausreichend bauen können.

Praxistipp:
Füttern geht am einfachsten mit flüssigem Zuckerfutter. Dazu mischt man Zucker und Wasser im Mengenverhältniss 1:1 und gibt dieses in einen großen Becher. In den Becher legt man Steine oder Holzstück schräg rein, damit die Bienen wieder aus dem Wasser kommen und nicht ertrinken.

Alternativ kann auch mit selbstgemachtem Futterteig gefüttert werden, den man aber auch über den Imkerhandel beziehen kann!

Für Jungimker empfiehlt es sich den Schwarm in den ersten Wochen durchgehend zu füttern, da man noch nicht das Gespür für Tracht und Wetter hat. Eine Überfütterung schadet den Bienen nicht, allerdings kann eine schlecht ausgebaute Bienenkiste die Bedingungen für die Überwinterung verschlechtern!

 

Der Unterschied zwischen Futterteig und Zuckerwasser besteht zum einen bei der gerigeren Räuberei-Gefahr bei Futterteig, außerdem muss der Teig nicht so oft nachgefüllt und kontrolliert werden. Der Vorteil beim Zuckerwasser ist, dass die Bienen zusätzlich auch den Wasserbedarf mit abdecken können.

Um der Räuberei vorzubeugen, sollte man das Flugloch bei einem jungen Volk grundsätzlich eineengen. Sollte man Räuberei beobachten, kann man das Flugloch sogar auf eine Bienenbreite begrenzen. Um keine fremden Bienen anzulocken, füttert man ausschließlich nachts. Den Behälter mit dem Futter stellt man in den Honigraum (hinterer Raum) und trennt diesen auch mit dem Trennschied.

Wenn das Volk jung ist, also in dem aktuellen Jahr eingezogen sind, sollte man nur kleine Portionen füttern. Vor allem wenn der vordere Raum noch nicht vollständig ausgebaut wurde. Man kann auch durchgehend bis Mitte September füttern, jedoch maximal 1 Liter pro Fütterung. Durch kleine Portionen soll die Brut- und Bautätigkeit angeregt werden. Die Bienen lagern dann nicht so viele Vorräte an, sondern setzen diese in Brut um.

Die Fütterung muss im September neu eingeschätzt werden und ab dann eventuell in größeren Mengen durchgeführt werden.

NICHT KIPPEN!

Die Kisten darf in den ersten Wochen nicht gekippt (komplett geöffnet werden, weil die Waben sonst abknicken könnten! Ob Waben gebaut werden, kann von hinten sehen. Einfach den Trennschied kurz entfernen und nachschauen: